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Mexiko - eine Komödie in drei Akten. Zweiter Akt: It‘s hard to hold a candle in a cold November rain

Gesponsert von Luchs, der als Bauleiter hoffentlich darauf achtet, dass seine Neubauten nicht nach wenigen Wochen durch die Nachbarschaft fliegen.


„Hilfst du mir, das Fenster festzubinden?“, rufe ich Patrick zu. Obwohl er keine fünf Meter neben mir steht, muss ich rufen, damit er mich versteht. Während Patrick sich um das ständig aufschlagende Fenster kümmert, versuche ich dem Wasser, das unter der Zimmertür durchdrückt, Herr zu werden. Dann knallt und scheppert es erneut. Durch das offene Fenster erblicke ich die eingetopften Pflanzen unseres Gartens davonfliegen, Wellblechdächer hängen in den Bäumen. Und als mein Blick auf die Terrassenküche im ersten Stock fällt, sehe ich gerade noch, wie eine Sturmböe den Kühlschrank erfasst. Ich wende mich ab. Seit der Hurricane vor zwei Stunden loslegte, versuchen wir uns abzulenken. Zuerst hörten wir uns Podcasts an, dann wechselten wir - der Lautstärke des Sturms wegen - auf Bollywood-Actionfilme. Was Patrick scheinbar gut gelingt, zeigt bei mir kaum Wirkung: Ständig denke ich an Willy, der auf dem Parkplatz vor dem Hostel steht und herumfliegenden Palmen, Dächern und Haushaltgeräten trotzen muss. Ich liebe unseren Minivan. Aber diesmal gilt meine Sorge nebst unserem Eigentum vor allem der Tatsache, dass Alan, der Surfer aus der Westschweiz, dem Kauf von Willy zugesagt hat. Ein zerschlagenes Fahrzeug wird er uns kaum abkaufen.


Hurricane Agatha kündigte sich bereits einige Tage zuvor an. Während Chiapas Himmel stets blau und wolkenarm war, türmen sich an Oaxacas Stränden Wolkenberge, die nichts Gutes versprechen. In der Nacht regnet es meist in Strömen, das morgendliche Meer ist unruhig, die Luft stürmisch und die Farben des Himmels haben sich verändert. Als wir La Bamba - der Ort, an dem wir Alan kennenlernten - verlassen, verspricht dieser, uns seine Entscheidung bezüglich Willykauf in den folgenden Tagen mitzuteilen. Patrick gab ihm nach dem Frühstück eine Führung durch den Minivan, während ich mit seinen Freunden plauderte. Dann zog es uns weiter: An den vielgelobten Stränden Mazunte und Zipolite wollten wir ein letztes Mal Hippieflair geniessen. Auf dem Weg pausierten wir an den schönen Buchten von Huatulco, wobei wir auf die meisten nur einen Blick erhaschen konnten, da sie sich in Privatbesitz befinden. Die Nacht verbrachten wir auf einem öffentlichen Parkplatz, wo ich im gefühlten Zehnminutentakt bei Starkregen aus dem Van ins nächste Gebüsch rannte. Die Salmonellen in mir schienen sich zum letzten Mal gegen ihr baldiges Ende aufzulehnen. Am nächsten Morgen waren wir so gerädert, dass wir entschieden, die kommenden Tage langsam und ruhig zu reisen. Wenn unsere Kraft für kurze Spaziergänge reichte, liefen wir durch trockene Wälder zu wilden Buchten und Stränden. Patrick war ohnehin froh um jeden Tag, an dem es nichts zu unternehmen gab. Seine Energiereserven zur Fortsetzung unserer Reise schwanden zusehends und er schleppte sich lustlos von Ort zu Ort. Berechtigterweise stellte er den Sinn einer Weiterreise in Frage. Somit machten wir aus, in Mexiko-City eine längere Pause einzulegen.

Das kleine Zipolite begrüsste uns mit Regen und geschlossenen Restaurants: das gesamte Dorf schien schon auf Sturm eingestellt. Dennoch schlenderten wir zum Strand, wo die Wellen wild gegen das Ufer peitschten. In einem kleinen Cafe entschlossen wir, uns in Mazunte nach einem Hostel umzuschauen. Auf den ersten Blick wirkte Mazunte wesentlich entspannter - Hippies und Backpacker tummelten sich in den Läden und Restaurants der Hauptstrasse. Doch als wir uns auf Hostelsuche machten, mussten wir feststellen, dass sich die Menschen hier ebenfalls auf den Sturm vorbereiteten: Unterkünfte in direkter Strandnähe und Zeltplätze waren geschlossen. Am Dorfrand liessen wir uns in einem Gasthaus nieder, welches zwar über unserem Budget lag, sich aber noch als goldrichtige Entscheidung entpuppen sollte. Als ich am nächsten Morgen beim Frühstück in der wunderschönen neuen Terrassenküche aus Holz stand und mit der Besitzerin plauderte, wurde klar, dass sie sich keine grossen Gedanken um den Sturm machte. „La pareja alemana compro grandes botellas de agua potable“, witzelte sie über ihre Gäste („Das deutsche Paar hat sich mit grossen Flaschen Trinkwasser eingedeckt“). Dann erklärte sie, dass man sich hier - im Golf von Tehuantepec - saisonale Stürme gewohnt sei. Ihre Zuversicht stimmte auch mich optimistisch und als uns Alan am selben Nachmittag bestätigte, Willy zu kaufen, überlegten wir sogar kurz, die Rückreise zur Grenze sofort anzutreten. Wahrscheinlich war es letztendlich unsere Verdauung, die uns davon abhielt. Zum Abendessen kochten wir Reis.

Als wir am nächsten Tag aufwachten, regnete es. Während Patrick einkaufen ging, checkte ich den Hurricane Forecast. Obwohl nun feststand, dass der Sturm ein wenig abgeflaut war und somit als Hurricane der Kategorie 2 am Nachmittag aufs Festland treffen würde, wurde ebenfalls klar, dass Mazunte so ziemlich im Zentrum der Gefahr stehen würde. So oder so: Ab jetzt hiess es abwarten. Bis zum Mittag war jedes einzelne Zimmer des Hostels mit Gästen und Dorfbewohnern gefüllt. Und uns wurde klar, dass wir uns intuitiv wohl den sichersten Ort des gesamten Dorfes ausgesucht hatten: eines der einzigen befestigten Häuser.


Es dämmert bereits, als der Strum nachlässt. Obwohl wir immer wieder nach draussen spähten, konnten wir nur auf eine winzige Fläche der Zerstörung blicken. Jetzt wage ich mich kaum nach draussen, aber ich muss Willy sehen. Also kämpfe ich mich durch den zerstörten Garten. Eingeknickte Palmen, Wellblech, Bettgestelle, Holzabdeckungen; alles liegt kreuz und quer auf dem Boden, im Pool und auf dem Parkplatz. Doch als ich unser Auto sehe, hüpft mein Herz: umgeben und eingepfercht zwischen allen anderen Autos scheint es unbeschadet davongekommen zu sein. Kaum ist es hell, krieche ich am nächsten Tag aus dem Bett und spaziere durch Mazuntes zerstörten Dorfkern. Es ist ein Anblick des Jammers. Überschwemmte Strassen, Schlammlawinen, umgefallene Bäume, zerstörte Bambushütten und Autos, zerschlagene Fenster, Ziegel und Wellblech überall. „Wie gut, habe ich die Schönheit dieses Ortes nie zu sehen bekommen“, schiesst es mir durch den Kopf und ich muss dabei an einen Freund aus der Schweiz denken, der einige Monate in der Region lebte und mir Zipolite und Mazunte wärmstens empfohlen hatte. Als ich zurück beim Hostel bin, inspizieren unsere Parkplatznachbarn die zerborstene Frontscheibe ihres Autos. Der Pickup links von Willy ist ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen: seine gesamte Seite ist zerbeult und zerkratzt. Ich schaue mir Willy genau an - weil ich nicht glauben kann, das er keinen einzigen Kratzer abbekommen haben soll - und finde seine abgebrochene Antenne auf dem Boden. Dann entdecke ich noch etwas anderes, was mich auflachen lässt: mit erhobener Hand, auf der deutlich das Wundmal ersichtlich ist, blickt aus treuen Augen ein Jesus aus dem Hausaltar auf unseren Willy. Wir haben den Van im wahrsten Sinne des Wortes unter den Schutz des Gottessohns gestellt.

Unser Frühstück essen wir in der verwüsteten Küche. Der neue Kühlschrank, die neuen Wasserfilter und die liebevoll geflochtenen Lampenschirme liegen kaputt am Boden. Manchen der schönen Holzschränke fehlen Schubladen, die geflochtenen Fensterläden sind ausgerissen und sogar die Holzbänke aus Massivholz hat es umgewindet. Die augenscheinlichste Zerstörung klafft jedoch in Form zweier herausgerissener Seitenwände vor uns: Wir essen unser Müesli mit direktem Blick auf die Dorfkirche. Als ich der Besitzerin mein Beileid ausdrücke, versucht sie tapfer zu bleiben: „Estas son todas cosas. Mucho mas importante que nadie salga herido“, betont sie. („Das sind doch bloss Dinge. Viel wichtiger ist, dass sich niemand verletzt hat.“)

Da die Strasse in Richtung Salina Cruz passierbar sein soll, machen wir uns auf den Weg an die Grenze. Teil unseres Kaufdeals mit Alan besteht darin, Willys Aufenthaltsbewilligung auf sechs Monate zu verlängern, damit sich Alan nicht um Papierkram kümmern muss. Eine Verlängerung ist leider nur an der Grenze möglich. Drei Tage werden wir für die 1300 Kilometer Hin- und Rückreise benötigen. Als wir langsam durch Mazunte tuckern, ist auch Patrick erschüttert über das Ausmass der Zerstörung. Die Dorfbewohner haben bereits mit Aufräumarbeiten begonnen; diese werden sie noch monatelang beschäftigen. Ausserhalb von Mazunte bleibt das Bild ähnlich trostlos. Wir fahren an umgestürzten Bäumen, Strassenschildern und Telefonmasten vorbei. Da es viele Schlammlawinen und Erdrutsche gab, die nun die Strasse versperren, kommen wir nur langsam voran. Einen aufgelösten Mexikaner aus der Hauptstadt versuchen wir zu beruhigen, indem wir ihm versprechen, ihn zum Flughafen zu fahren, damit er sein Flugzeug rechtzeitig erwischt. Er macht sich grosse Sorgen; auch, weil er seine Familie nicht informieren kann, dass er den Strum heil überstanden hat. Seit zwei Tagen gibt es in Mazunte und Umgebung weder Elektrizität noch Internet- oder Telefonverbindung.

Die Nacht verbringen wir an einer Tankstelle. Als wir am späten Nachmittag des zweiten Tages an der mexikanisch-guatemaltekischen Grenze ankommen, sind wir ohne Pause - abgesehen von den obligaten Salmonellenentleerungen - durchgefahren. Am Migrationsschalter müssen wir zuerst unsere eigenen Visa verlängern. (Ein ausländisches Fahrzeug darf man mit einer „Bewilligung für den temporären Import“ ins Land nehmen, welche für dieselbe Dauer wie das Visum des Besitzers ausgestellt wird.) Nach kurzem Diskutieren bekommen wir unseren Stempel. Als wir aber mit Willys präparierten Papieren am zuständigen Schalter stehen, harzt es. „Necesito los documentos originales“, erklärt uns die Beamtin, als sie einen kurzen Blick auf den Fahrzeugausweis wirft („Ich brauche die Originaldokumente“). Mit allen vorhandenen Überzeugungskünsten erklären wir ihr, dass dies unsere einzigen Papiere sind. Während sie Patricks Pass fotografiert, ruft sie einen Vorgesetzten an, um abzuklären, ob es sich beim Fahrzeugausweis um das Original oder - wie sie natürlich richtig vermutet - eine Kopie handelt. Plötzlich stöhnt Patrick auf: „Mir ist schlecht“, raunt er mir zu und stützt sich dabei auf die Schalterablage. In diesem Moment beendet die Beamtin ihr Telefonat: Ohne Originalausweis könne sie nichts für uns tun. Ich will gerade zur nächsten Verhandlungsrunde ansetzen, als es hinter mir donnert. Erschrocken schaue ich mich um: zwischen Glaswand und Korridor hängt ein bewusstloser Patrick. Der Stress des Autoverkaufs, die körperliche Schwächung durch Salmonellen, Reiseerschöpfung, Hunger und zu guter Letzt die Angst vor möglichen Konsequenzen des präparierten Fahrzeugausweises waren wohl zu viel für ihn. Im ersten Moment weiss ich nicht, wem ich mich zuerst widmen soll: der mich mit herausforderndem Blick musternden Beamtin oder dem zerknüllten Patrick am Boden. Ich entscheide mich für letzteres. An den Beinen ziehe ich ihn von der Glaswand weg und lasse seine Beine erst wieder runter, als er wenige Sekunden später zu sich kommt. Man sieht ihm an, dass er keinen Schimmer hat, wo er ist und was wir hier tun. Um uns herum hat sich eine Traube von Angestellten, Securities und anderen Antragstellenden gebildet. Jeder versucht irgendwie zu helfen: mit Fragen, Tipps oder Wasser. „Ja, er ist auch schon bewusstlos geworden“, höre ich mich sagen und „Nein, wir haben noch nichts gegessen“. Als wir zum Ausgang gehen, werfe ich einen Blick zum Schalter. Dort steht die Beamtin; unbehelligt aller Ereignisse. Sie macht einfach ihren Job.

Vor dem Zoll kommt ein junger Venezolaner auf uns zu. Er hat gehört, dass wir nichts gegessen haben. Besorgt lädt er uns in den nächsten Comedor ein. Als wir dankend ablehnen, will er uns Geld schenken. „Habt ihr euer Land der schlechten Wirtschaftslage wegen verlassen?“, fragt er mitfühlend. Ich bin beschämt und weiss nicht, was ich als reiche Schweizerin einem Jungen antworten soll, der aus einem Land kommt, wo eine Wirtschaftskrise sondergleichen herrscht und über 90 Prozent der Bevölkerung als verarmt gilt.

Als wir am nächsten Tag abermals am Zoll stehen, haben wir einen Schlachtplan. Am Abend zuvor haben wir uns mit den zwielichtigen Jungs, die zum festen Inventar zentralamerikanischer Grenzen gehören, zusammengetan. Sie kennen die Beamtin, welche in der heutigen Morgenschicht arbeitet. Der Rest ist selbsterklärend… Keine Viertelstunde später machen wir uns mit Willys Aufenthaltsbestätigung in der Hand auf den Rückweg. Einmal mehr plagt uns das schlechte Gewissen, weil wir wissen, das wir ein System unterstützen, das wir verabscheuen. Und dass wir die - womöglich einzig rechtschaffene - Beamtin tags zuvor statt unterstützt, einfach umgangen haben.

Auf der Weiterfahrt setzen wir den auf der Hinreise gestarteten Podcast-Marathon fort. (An dieser Stelle ein Dankeschön an Beziehungskosmos. Der Podcast begleitet uns seit Zentralamerika und hat mitunter dazu beigetragen, dass unser Zusammenleben reflektierter und konfliktfreier wurde.) Wir werden nur durch Polizeikontrollen - jedes Mal wird Willy durchsucht - und regelmässige Essenspausen unterbrochen. Wir haben dazugelernt. Als wir einen Tag später abermals durch Mazunte fahren, hat sich am traurigen Bild der Zerstörung kaum etwas geändert. Strom gibt es noch immer keinen. Wir machen uns auf den Punta-Cometa-Weg, weil wir wenigstens die wunderschöne Aussicht Mazuntes in Erinnerung behalten möchten. Der vielen umgefallenen Bäume wegen ist der Weg unpassierbar. Wir geben den Spaziergang auf und fahren nach Puerto Escondido weiter. Hier wollen wir Alan treffen; hier werden wir Willy verabschieden.

Am Punta Zicatella atmen wir durch. Nach den vergangenen verrückten Tagen tut es gut, ein wenig Normalität zu erleben. Ich schlendere durch die schönen Lädeli und bei einem Smoothie saugen wir die vertraute Surfatmosphäre in uns auf. Beim Abendessen nahe des Malecon stellen wir verwundert fest, dass man Büsslireisende hier kaum zu kennen scheint: während uns mexikanische Touristen zu unserer Sonnenuntergangs-Pasta gratulieren - und uns das perfekte Ambiente für einen Antrag schmackhaft machen wollen - kreuzt die Polizei auf. Zu unserem Erstaunen wollen die beiden Polizisten aber nur wissen, was wir verkaufen. Als wir mit fragendem Blick auf unsere Spaghetti zeigen, schauen sie sich verwirrt an und lassen uns in Ruhe. An diesem Abend kriechen wir zum letzten Mal in Willys Bauch.


Wenige Tage später liege ich mit Annina, meiner besten Freundin, am schönen Playa Carrizalillo in der Sonne. Es ist wunderbar, Annina nach einem knappen Jahr wieder bei mir zu wissen. Und wir haben uns viel zu erzählen. Dennoch bin ich nachdenklich. Obwohl wir Willy verkauft haben und sich Patricks grösste Sorgen somit in Luft aufgelöst haben sollten, ist dem nicht so. Als wir mit Alan und Bonnie in einem herzigen italienischen Restaurant auf unsere Autoübergabe anstiessen und wenige Stunden später alle zusammen ein wenig angeschwipst Annina am Flughafen abholten, schien Patrick gelöst. Doch bereits am nächsten Tag, während Annina und ich Strände und Lädeli entdeckten, brütete Patrick weiter. Jetzt machte er sich Sorgen darüber, ob Alan mit Willy eine problemlose Zeit haben würde. In seinen Angstphantasien stand Alan ununterbrochen beim Mechaniker. Egal wie oft ich Patrick zu erklären versuchte, dass wir alles in unserer Macht Stehende getan hätten - beispielsweise der Willy-Check bei Jürgen - er verschanzte sich hinter seiner Mauer aus Kummer und Grübelei. Die folgenden Tage verbringt er am liebsten alleine. Am Abend treffen sich Annina und ich mit ihm in schönen Strandbars, wo wir Drinks geniessen; die Stimmung bleibt immer seltsam gedrückt. Da Annina nur auf der Durchreise ist, müssen wir uns nach vier Tagen schon wieder verabschieden. Ebenso verabschieden sich Patrick und ich von Puerto Escondido und reisen - wieder mit ÖV - nach Oaxaca. So schön die Stadt ist, wir finden keinen Zugang mehr zueinander und gehen uns aus dem Weg. Patrick sehnt die bevorstehende Pause in Mexiko-City so sehr herbei, dass ihm Kraft und Lust zum Entdecken fehlt. Während seine sichtlich leeren Batterien dringend aufgeladen werden müssen, bin ich noch immer voller Tatendrang. Er verbringt die Tage im Hostel bei Sport und Lesen, ich entdecke währenddem Strassenmärkte, Galerien, Kirchen und Museen. Wenn wir am Abend Pläne für unsere Weiterreise schmieden möchten, verheddern wir uns in stundenlange Diskussionen. Und wir streiten. Ich bin so frustriert, dass ich beginne, ohne Patrick zu planen. Beim Kaffee trinken und in Bücherläden finde ich ein wenig Trost und als ich am Abend zu Patrick ins Hostel zurückkehre, habe ich mich entschieden: Ich werde die nächsten Tage alleine in die umliegenden Dörfer reisen. Zusammen reden wir über unsere Schwierigkeiten. Und wir wissen, dass wir Abstand brauchen, um wieder zurückzufinden...


Ps. Willy verbringt seine Rente bei Familie Osvaldo an der mexikanischen Pazifikküste. Gerade jetzt ist er erneut mit Alan und Co. auf einem Surftrip. Cool boy.



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