Brasilien ist alles (und nichts für Anfänger, so sagt man)

Aktualisiert: 24. Mai 2021

„Über drei Dinge diskutiert man in Brasilien nicht.“ Gui sitzt mit uns auf der Veranda der Fazenda Santa Clara beim Abendessen. Bevor er weiterfährt, nimmt er einen grossen Schluck seines Caipirinhas: „Über Fussball, Religion und Politik.“ Obwohl uns seine Aussage nicht erstaunt, müssen wir lachen. In den drei Monaten, die wir nun durch Brasilien reisen, konnte uns keiner so knapp und treffend die Frage beantworten, die uns seit Beginn beschäftigt: Sind Brasilianer*innen politisch wirklich so uninteressiert, wie wir es empfinden? Eine heikle Frage. Deshalb stellen wir sie wenigen Leuten; denselben, mit welchen wir mitten in einer politischen Diskussion stecken.

Gui kommt aus Saõ Paulo, ist in unserem Alter, hat Filmwissenschaft in Europa studiert und ist der Bilddirektor der Filmcrew, die für mehrere Monate in der Fazenda Santa Clara lebt. Begeistert erzählt er von den Dreharbeiten an diesem wunderschönen Fleck Brasiliens - dem Pantanal. Man merkt schnell: Gui liebt die Natur und ist stolz auf die vielfältige und artenreiche Flora und Fauna, die das grösste Binnenland-Feuchtgebiet der Welt zu bieten hat. Diese Leidenschaft möchte er seinen Landsleuten näher bringen. Denn: „Brasilianer verbringen ihre Ferien am Strand. Den Pantanal kennen die wenigsten.“ Ja, es sei die Leichtigkeit, die Zerstreuung und das Partyleben, welches die meisten Brasilianer*innen bevorzugen. Wie so oft fragen wir nach dem Warum. Mit dieser Frage tut sich auch Gui schwer. Brasilien sei komplex, es gäbe so viele Antworten wie es verschiedene Menschen gäbe.

Diesen verschiedenen Menschen gilt das Hauptinteresse von Patrick und meinen Diskussionen. Vor allem ich bin es, die hinter die Fassade der vielgelobten Lebensfreude und Gastfreundlichkeit schauen möchte. Weil ich nicht glauben kann, dass man in Brasilien schlicht glücklich und unkritisch ist.


In Lençois haben wir mit einer Gruppe Tschechen und einer jungen Frau aus Rio beim Pizzaessen über das Warum diskutiert. Catharina ist 34, unverheiratet, hat Marketing studiert und wohnt in Ipanema, einem der wohlhabendsten Stadtteile Rios. Ihr Erklärungsversuch ist verlockend, weil einfach und einleuchtend. „Die brasilianische Politik ist nicht daran interessiert, die Bevölkerung besser zu bilden.“ Ganz nach dem Prinzip: Bleiben die Menschen ungebildet, fordern sie keinerlei politische Mitsprache. Die Macht (und mit ihr das Geld) bleibt bei der politisch-wirtschaftlichen Elite des Landes.

Es ist unbestritten, dass das brasilianische Bildungssystem schlecht ist. Trotz der seit 1971 eingeführten Schulpflicht besuchen rund 90 Prozent der Kinder auf dem Land die Schule weniger als vier Jahre. In den Favelas sieht es noch trister aus: Nur 12 Prozent der Kinder besuchen die Schule überhaupt. Diese Zahlen sind kein Zufall, sondern Kalkül. Der Staat ist nicht gewillt, höhere Bildungsausgaben zu tätigen.


Alfons treffen wir in Maragogi. Aus dem Kühlschrank der Gemeinschaftsküche packt er eine exotische Frucht nach der anderen aus und ruft uns deren Namen zu. Kennen wir sie noch nicht, sind wir zum Probieren verpflichtet; ansonsten isst er sie selbst mit Genuss. Alfons ist ein etwa sechzigjähriger Brasilianer, der ein Transportunternehmen im Nordosten des Landes besitzt. Mittlerweile lebt er jedoch in der Algarve. „Meine zwei Jungs studieren in Portugal. Die brasilianischen Privatunis sind unbezahlbar und noch dazu schlecht“, erzählt er. Damit offenbart er die problematischen Folgen des maroden Bildungssystems, das eine Zweiklassengesellschaft zutage fördert. Vermögen es die Eltern, schicken sie ihre Kinder in Privatschulen. Damit ist ihnen die Eintrittsprüfung in eine staatliche Universität faktisch gesichert. Die staatlichen Unis sind im Gegensatz zu den privaten nämlich gratis und gut.


Beim Trampen nach Itacaré lernen wir auf der Ladefläche eines Pickups Gonzalo kennen. Er ist Mitte zwanzig, Argentinier und wohnt schon einige Jahre in Brasilien. Er versucht unser Warum mit der Geschichte Brasiliens zu beantworten. „Im Gegensatz zu den meisten südamerikanischen Ländern durchlebte Brasilien keine Revolution!“ Man hört in Gonzalos Stimme, wie unvorstellbar diese Tatsache für einen Argentinier sein muss. Er doppelt nach: „Der damalige portugiesische König rief einfach eines schönen Tages die Unabhängigkeit aus; stellt euch das mal vor!“ Tatsächlich musste der portugiesische Königshof 1808 vor Napoleon nach Brasilien fliehen. König João VI. kehrte 1820, nach Napoleons Niederlage, nach Portugal zurück. Sein Sohn Pedro I. übernahm die Herrschaft in Brasilien und er war es, der 1822 die Unabhängigkeit ausrief. Gonzalos Erzählung erweckt beinahe den Eindruck, er bemitleide Brasilien, weil es um seinen Befreiungskampf gebracht wurde. In Argentinien gehöre eine politische Haltung oder immerhin politische Diskussionen zum Alltag wie das Fleisch auf den Grill, erklärt er. Denkt man die Geschichte weiter, hat Gonzalos Argumentation mit Sicherheit ihre Berechtigung. Denn: Auch nach der Unabhängigkeit blieb die Macht in den Händen der Sklavenhalter und Grossgrundbesitzer. Als 1889 die Sklaverei abgeschafft wurde, verbündeten sich die Grossgrundbesitzer mit den Republikanern, um die Monarchie abzuschaffen. Und als sich Anfang des 20. Jahrhunderts eine Machtverschiebung zulasten der Zuckerproduzenten im Nordosten abzeichnete, waren es die Kaffeepflanzer im Südosten, an die der Stab weitergereicht wurde. Von einer Oligarchie zur nächsten. Selbst der militärische Aufstand im Jahr 1930 brachte keine Demokratisierung. Im Gegenteil: Er bedeutete die Errichtung einer 15 Jahre dauernden Diktatur unter Getúlio Vargas. Wie also kann von einer Bevölkerung, die eine jahrhundertelange Knechtschaft hinter sich hat, verlangt werden, sich plötzlich politisch zu beteiligen?


„Lueg ah, das sind sicher Schwiizer“, ruft uns Michu zu, als wir beim Hostel Familiar in Olivença ankommen. Im Schlepptau hat der Mittvierziger aus der Innerschweiz einen jungen Brasilianer, Ravi, und jede Menge Bier. Ravi ist um die 25 Jahre alt, hat eine Tochter und wohnt in einer Favela in Ilhéus. Er redet wie ein Wasserfall - zu unserer Überraschung in Schweizerdeutsch. Während Patrick und ich kochen, erzählt uns Ravi seine ganze Lebensgeschichte. Er springt von einem Erlebnis zum anderen. Von der Zeit, als er in Baden zur Schule ging, zum Moment als sein Vater starb, dann wieder zurück zu den Problemen in der Schweiz. Er erzählt, wie seine Mutter ihn, als er sechs Monate als war, verliess. Dann albert er herum, dreht einen neuen Joint. Im nächsten Moment nascht er von unserem Essen, legt sich mit seiner Flasche Bier auf den Boden und erzählt von Bandenkriegen in der Favela; wie sein Bruder dabei ums Leben kam. Wir hören zu. Geduldig, obwohl mir fast der Geduldsfaden reisst. Ich bin müde und mag keine Geschichten hören, die so absurd sind, dass ich nicht weiss, ob ich sie überhaupt glauben kann. Später liegen wir im Bett - Ravi klopft ununterbrochen an unsere Tür, weil er „so gern na eis mit üs rupfe wür“ - und merken: Ravis Geschichten sind ebenfalls eine Antwort auf unser Warum. Nach Schätzungen des Brasilianischen Instituts für Geografie und Statistik (IBGE) leben über 11,3 Millionen Menschen in Favelas, was sechs Prozent der Gesamtbevölkerung entspricht. Wie kann man diesen Menschen, deren Alltag aus Gewalt, Missbrauch und Armut besteht, vorwerfen, politisch uninteressiert zu sein? Denn selbst wenn sie interessiert sind, kann dieses Interesse nur selten eine Verbesserung der persönlichen Situation bewirken.


Bernhard und Afra lernen wir in Arraial d‘Ajuda kennen. Wir sind durstig und mit Freude entdecken wir den beschriebenen Karton an der Haustür der beiden, der Bier verspricht. Minuten später finden wir uns mitsamt Bier und Stühlen in einer lebhaften Plauderei wieder. Bernhard ist aus Heidelberg, Afra aus Saõ Paulo, zusammen leben sie schon über zehn Jahre in Arraial d‘Ajuda, wo sie unter anderem Afras selbstdesignte Bikinis verkaufen. „Bald ist Schluss mit Brasilien“, erzählt Bernhard und zeigt auf Afra, die einen Stapel alter Fotos vor sich liegen hat, „wir ziehen weiter nach Thailand.“ Während Afra mir die Fotos ihrer längst vergangenen Reisen zeigt, erklärt Bernhard, weshalb sie ihren Entschluss gefasst haben. Nebst der Langeweile seien es vor allem die immensen Lebenskosten, die sie weiterziehen liessen. „Die Preise im Supermarkt sind mittlerweile fast so hoch wie in Deutschland“, sagt Bernhard, „und dies bei einem durchschnittlichen Einkommen von etwas mehr als 2000 Reais!“ (Etwa 325 Franken) In Gesprächen über Lebensunterhaltskosten finden wir uns auf unserer Reise durch Brasilien häufig wieder. Meine Kalkulationen darüber ernüchtern. Auch wenn ich selbst stets wenig Geld zur Verfügung hatte und weiss, was sparsames Haushalten bedeutet: Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie sich die kinderreichen Familien hier über Wasser halten können. Ich frage Afra, die auch keine Antwort weiss. Sie schüttelt nur den Kopf: „Dabei wird die Anti-Baby-Pille hier in Brasilien sogar staatlich subventioniert.“


Wenige Tage später spazieren wir von Caraiva nach Barra Velha. Die Sonne brennt, doch wir laufen direkt am Strand und können uns sooft wir wollen, im türkisblauen Wasser abkühlen. Barra Velha ist ein Dorf der Pataxo, eines indigenen Volkes. Wir schlendern über die Schotterstrasse, Patrick kauft in einem improvisierten Bastelladen Schleifpapier für seine Holzprojekte. Ich liebäugle mit den Traumfängern und dem Naturschmuck, die eine junge Pataxo vor ihrem Haus liebevoll herstellt. Sie bittet uns in ihr Haus und mit der Hilfe ihres Vaters beginnt sie, alle selbstgemachten Kostbarkeiten vor uns auszubreiten. Wir sind sprachlos ob der filigranen Handwerkskunst. Die junge Frau erklärt uns Herstellungsweise, Materialien und Bedeutungen. Unsere Rucksäcke sind schwer und zum Bersten voll; dennoch können wir zwei handgeschnitzten Schälchen nicht widerstehen. Als sie den Preis nennt, sind wir beschämt. Ihr Vater, der die Schälchen gemacht hat, wird nach unseren Schätzungen einen Stundenlohn von umgerechnet 40 Rappen haben. Und obwohl wir es geniessen, weder bei ihr im Haus, noch draussen auf der Strasse eine Gesichtsmaske tragen zu müssen - ja, im ganzen Dorf keine einzige zu sehen - stimmt uns eben diese Tatsache nachdenklich. Brasiliens Regierung gelingt es nach wie vor nicht, seine Minderheiten zu schützen. Sei es in Form von Mindestlöhnen oder hinsichtlich der aktuellen Pandemie.

Hede und Paula betreiben eine Barraca - einen Snackstand - mit türkisch-libanesischen Spezialitäten. Dank meinem libanesischen Heisshunger lernen wir die beiden im Stadtteil Ipanema (Rio) kennen. Wir plaudern. Zwei Tage später treffen wir uns per Zufall wenige Meter vor ihrer Wohnung wieder und werden auf Caipis und Snacks eingeladen. Ein feuchtfröhlicher Abend nimmt seinen Lauf, an welchem wir eine weitere Antwort auf unser Warum erhalten. Hede ist 27, er ist Kurde aus der Türkei und bevor er nach Brasilien kam, arbeitete er in einem Hotel in Hamburg. Seine Freundin Paula kommt aus Argentinien und die beiden lernten sich dank Hedes Barraca kennen. „In Argentinien hat mich nicht viel gehalten“, erzählt Paula nach zwei, drei Drinks. Was folgt, sind traurige Erzählungen über ihre Familie. Als sie nach Brasilien kam, schlug sie sich mit Putzjobs und als Volunteer in Hostels durch. Dabei kam sie den jahrhundertealten hässlichen Machismo immer und immer wieder zu spüren. Sie erzählt von sexuellen Belästigungen, von Lohnausfällen und unfairer Bezahlung, von Ausnutzung und Missbrauch. Vielleicht ist es dem Umstand ihrer Herkunft zu verdanken, dass sie ihre Rechte als Frau einfordert. Immerhin feiert die feministische Bewegung #NiUnaMenos (Nicht eine weniger), die mittlerweile ganz Lateinamerika erfasst hat, ihre Geburtsstunde mit einem Massenprotest am 3. Juni 2015 in Buenos Aires. Anlass für die Bewegung gab der Mord an der schwangeren 14-jährigen Chiara Paez, die von ihrem Freund totgeschlagen wurde. Argentinien und Brasilien können ein ähnliches Lied singen, wenn es um Gewalt an Frauen geht. Im Schnitt verzeichnet Brasilien alle sieben Stunden einen Femizid. Damit ist das Land trauriger Spitzenreiter in ganz Lateinamerika. Obwohl #NiUnaMenos zeigt, dass Minderheiten durchaus im Stand sind, aufs politische Podest zu steigen und ihnen somit eine Vorreiterrolle zukommt; auch diese Bewegung wurde von Akademiker*innen, Journalist*innen und Künstler*innen initiiert. Wie also kann es Frauen (aus der Unterschicht) gelingen, politisch zu sein, wenn ihr Alltag daraus besteht, sich vor männlicher Gewalt zu schützen?

Schon als wir vor dem Hochhaus in Copacabana stehen, in welchem sich Sergios Wohnung befindet, staunen wir. Der Bau aus den 70er Jahren ist edel, ein Portier meldet unseren Besuch an. Sergio haben wir einige Wochen zuvor auf einer Fähre in Salvador kennengelernt. Er ist Ende 50, hat eine Führungsposition in einem Forschungsinstitut, das sich auf innovative Textilien spezialisiert hat, deren Fasern beispielsweise virusresistent sind. Und: Sergio hat sich Chinesisch, Russisch und Deutsch selbst beigebracht. Seine Wohnung ist ein Traum. Nach sieben Monaten des Reisens, nach vielen Nächten im Zelt, dreckigen Unterkünften und staubigen Strassen, geniessen wir die Sauberkeit, die stilvolle Einrichtung, die Aussicht vom Glasbalkon. Sergio schenkt Malbec ein, dazu gibt es wundervollen Käse und French Toast; während aus dem Wohnzimmer gedämpft Jazz auf den Balkon dringt, plaudern wir. „An diesem Ort vergisst man, dass man in Brasilien ist“, schiesst es mir durch den Kopf. Wie weit ich damit fehle: Sergios Lebenswelt ist ein weiteres Stück brasilianischer Realität. Sein Erzählen ist ein weiteres Puzzleteilchen in dem Gros an Antworten, die sich für uns zusammensetzen wie das Mosaik der Escadaria Selarón. Er überlege sich, für seinen Ruhestand nach Toronto auszuwandern, erzählt Sergio, als sich unser Gespräch um die vielen Favelas in Rio dreht: „Ich ertrage es nicht mehr, jeden Tag mit der Armut vor meiner Haustür konfrontiert zu werden.“ Trotz seiner beruflichen Position und seines Wohlstands ist Sergio bescheiden; die grosse Schere zwischen Arm und Reich macht ihn zusehends hilflos. „Meine Wohnung fühlt sich manchmal so an, als würde ich in einem goldenen Käfig leben.“ Wir verstehen.

Unserem Warum zum Trotz: Brasilien bietet unzählige Beispiele, dass es gerade auch der Gegenbeweis dessen ist, was wir zu beweisen suchen.


Alex, unser Guide im Pantanal, ist politisch interessiert, denn er macht sich für Ökotourismus stark und versucht damit, eine Balance zwischen Natur und Viehwirtschaft zu schaffen. Auch die jungen Männer in Lençois, die Touristen auf einem dreitägigen Trekking durch den Regenwald zu einem Wasserfall führen, setzen sich für die Natur ein. (Und nebenbei füttern sie noch zwei Schweizer durch, die das Trekking auf eigene Faust machen und sich überschätzten :)).

Stenio und seine französische Freundin leben mit ihren zwei kleinen Kindern in Caeté-Açu. Während er Schmuck herstellt, produziert sie Biokosmetik. Und jedesmal, wenn wir an ihrem Stand vorbeikommen, dürfen wir vom lokalen Vegiessen probieren.

Lucas hat in Caraiva ein veganes Mini-Café. Auf den sechs Quadratmetern stellt er Desserts on demand her (für uns hat er ofenfrische Brownies mit Glace gezaubert...), in einem Land, das in Lateinamerika führend ist im Verzehr tierischer Produkte. Das ist die Art der vielen Alex, Lucas, von Stenios und ihren Familien einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

Im Museu do Amanhã verbringen wir so viel Zeit in der Ausstellung Coronaceno - Reflexões em tempos de pandemia wie keiner zuvor; mit diesen Worten wendet sich der junge Museumsangestellte an uns, als wir die Ausstellung verlassen. Vielleicht weil wir an diesem Ort ganz besonders spüren, wie politisch Brasilianer*innen eben doch sind.


Natürlich reichen unsere Erlebnisse weit über die Suche nach Politischem hinaus. Aber schaut selbst.



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